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Von wegen mini:
Neuer Minigolfplatz für Bad Nauheim

Bad Nauheim: Im Jahr 2010 wird in Bad Nauheim die Landesgartenschau stattfinden. Die Vorbereitungen für dieses Ereignis in der kleinen Kurstadt am Rande der Wetterau laufen bereits auf Hochtouren. Im Rahmen von Landschaftsbauarbeiten wurde jetzt auch die beliebte Minigolfanlage mitten im Kurpark komplett saniert und auf ein wettkampftaugliches Niveau gebracht. Hierzu mussten alle 18 Bahnen neu aufgebaut werden, denn die alten Hindernisse waren nicht mehr bespielbar, da sich mit den Jahren der Unterbau abgesenkt hatte und das Metall auch an einigen Stellen durchgerostet war.

Die Bauaufgabe klingt auf den ersten Blick erst einmal nicht besonders kompliziert, doch die Ausschreibung hatte es in sich: Gefordert war ein hochwertiger ZTV-Beton C 30/37 mit der Expositionsklasse XF3 - also Beton mit besonders hohen Anforderungen gegen Frost- und Tausalzangriff. Die Ausschreibung verlangte außerdem das Einbringen eines schwarz pigmentierten Betons. Und natürlich muss das Ganze so plan und fein strukturiert an der Oberfläche sein, dass der Ball auch wirklich in die Richtung rollt, die ihm die Spieler geben.
Die ausführende Firma W. Franz GmbH aus Hanau, die auf dieser Baustelle als Subunternehmer für das Gartenbauunternehmen Dillmann tätig war, verbaute insgesamt 80 m3 Beton für die neue wettkampftaugliche Minigolfbahn.

Der Beton wurde bereits im Werk Bad Nauheim der Wetterauer Lieferbeton mit 25 Liter Flüssigfarbe pro m3 vordosiert. Ausgeliefert wurden für jede der Betonagen im Kurpark nur rund 6 m3, "denn", so Polier Axel Heyer, "da wir alles hier mit der Hand einbauen mussten, war die Konsistenz des Betons für ein perfektes Ergebnis ganz entscheidend." Der feldweise eingebaute Beton wird nicht nachbehandelt, lediglich die Oberfläche der rund 18 cm dicken Decken wird mittels eines feinen Besenstrichs bearbeitet. Und der Verlauf für diesen Besenstrich war für jede der 18 Minigolfbahnen genau vorgegeben. Für Polier Axel Heyer war die kleine Baustelle eine interessante Herausforderung, denn: "Wir mussten hier ein Ergebnis erzielen, das man sonst eigentlich nur in einem Fertigteilwerk herstellen kann. In einem Park sind aber die Arbeitsbedingungen einfach anders als in einer Halle. Hier ist nichts perfekt, da fällt auch mal ein Blatt vom Baum auf eine frische Betonfläche. Hinzu kommen die wechselnden Außentemperaturen und die durch den Park bedingte schwierige Situation für die Logistik.". Im Vergleich zu "normalen" Bauaufgaben war dies sicher nur ein "Mini-Auftrag", ergänzt Christian Martens vom Vertrieb der Wetterauer Lieferbeton. "Von den Ansprüchen her waren es aber maximale Anforderungen sowohl für das Betonwerk als auch für die ausführende Firma."


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